Daniel Lauber | Photography

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Ein neuer Weg - Analoge Fotografie

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Das schöne ist ja das ich wirklich gerne fotografiere. Und mir auch gerne den ein oder anderen Gedanken mache wie ich z.b. Shootings angehe, wie ich mit den Menschen vor der Kamera rede, wie der Bildaufbau sein soll, welchen Farblook ich wählen soll und und und. Die Kollegen kennen das. Mir sind technische Dinge nicht so wichtig, mich interessiert nicht mit welcher Technologie die Gläser in welcher Linse wie verbaut sind und warum das ISO Verhalten des einen Sensors anders dargestellt wird als ein anderer. Techniknerd -zeug das sicherlich den ein oder anderen begeistert. Ich bin da eher Verhalten und fokussiere mich auf andere Dinge wie Ausstrahlung, Bildwirkung, Komposition. Also Dinge die nichts mit Kameratechnik zu tun haben. 

Aber jetzt hat es mich ein wenig gepackt. Nicht das ich jetzt Anfange mir reinzutun wie der chemische Prozeß beim entwickeln eines Filmes funktioniert. Aber mich reizt die analoge Fotografie. Für die Jungen Leute unter euch: wie früher bei Opa. So mit Film einlegen und so. 

Ich kenne das selber noch von meinem Vater der als ich noch Kind war eine "tolle teure Kamera" hatte. Keine Ahnung welches Model und wie teuer oder hochwertig die wirklich war. Aber in meinen Kinderaugen war sie so wertvoll das ich sie nicht anfassen durfte. Wahnsinn ! Vielleicht die erste Begegnung mit der Fotografie, wer weiss wie prägend das im Nachhinein war. 

Mich reizt das "langsame". Manuell fokussieren. Jeden Schuß genau überdenken. Kein Sofortiger Lerneffekt über das Display .... erstmal Film entwickeln lassen und ne Woche warten. Sicherlich kein BusinessTip. Aber eine neue Seite aus der ich sicherlich meine Lehren ziehen werde - auch für die digitale Fotografie ! Nachdem ich mich also schon einige Wochen damit - mal mehr - mal weniger - beschäftigt habe lag eines Tages die Canon A1 zuhause auf dem Tisch. Meine liebe Ehefrau hatte mir eine zum Jahrestag besorgt. Wie großartig sie doch ist ! (Also meine Frau... nagut, die Kamera auch) 

Vor ein paar Tagen habe ich das erste Shooting mit einem Model und der Canon A1 hinter mich gebracht. Gleich nach Verfassen dieses Textes geht ich los und bring den Film zum entwickeln. ich bin ja schon gespannt ! Hat ein bisschen was von Weihnachten wenn mal als Kind auf die Bescherung wartet. Ich bin mir nichtmal sicher ob die Erfahrung eine Ergebnissorientierte sein wird. Vielleicht habe ich mehr vom Prozeß als von den entstandenen Bildern. Auf jeden Fall bin ich neugierig auf mehr. Was für eine gute Sache, das ich immer noch neugierig sein kann. 

Ich bin bestimmt nicht der erste ( GANZ bestimmt nicht) der diesen "Schritt zurück" macht um andere Facetten kennenzulernen. Und dennoch wollte ich das ganze hier mal festhalten. Und sei es nur dafür in einem Jahr über mich selbst zu schmunzeln.